Liebe, Sexualität und Intimität

Verletzlichkeit, Begehren und Nähe in Beziehungen

Daten

Datum: 10. – 13. Juni 2027
Uhrzeit: 10:00–10:15 Uhr
Leitung: Michael Mokrus (DE)
Bedingungen: Die Inhalte und der Aufbau der Fortbildung richten sich an all jene Therapeut*innen, die ihr Verständnis, ihre Haltung und Klarheit für diese Dynamiken vertiefen möchten. Teilnehmende Einzelpersonen und Paare ohne therapeutischen Hintergrund haben die Möglichkeit, aus den gewonnenen Einsichten wirksame Werkzeuge zu entwickeln, um Beziehungsdynamiken künftig angemessener und mit mehr Spielraum gestalten zu können.
Sprache: Deutsch
Kosten: CHF 1'060.00

Wenn es um Liebe, Intimität und Sexualität geht, sind wir mittendrin in zentralen Themen menschlicher Erfahrung. Sie begegnen uns im privaten persönlichen Leben wie auch im beruflichen therapeutischen Alltag auf vielfältige Art und Weise - oft in Form einer Sehnsucht nach authentischer Lebendigkeit, oft fast gleichzeitig aber auch als Quelle innerer Konflikte und Schamgefühle. Hinter all dem verstecken sich häufig entwicklungspsychologische Perspektiven, die der Kursleiter aus Köln in diesem Seminar beleuchtet.

Verschiedene Dimensionen von Liebe, Sexualität und Intimität sollen auch aus gesellschaftlicher Perspektive beleuchtet werden. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, die eigene Haltung dazu zu reflektieren, sowie das sprachliche Repertoire im Umgang mit diesen sensiblen Inhalten zu differenzieren und damit zu stärken. Gemeinsam beleuchten die Anwesenden Chancen, wie ein offenes Herz und eine lebendige Sexualität miteinander in Einklang gebracht werden können. Negative Selbstkonzepte wie beispielsweise „Ich bin nicht liebenswert“ oder „Ich schäme mich für meine sinnliche Lust“, die aus früheren Erfahrungen von fehlender Einstimmung und/oder Ablehnung hinsichtlich Liebe und/oder Sexualität abgeleitet werden, beeinflussen die menschliche Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen, Beziehungen zu gestalten und sich weiterzuentwickeln - sei es auf individueller Ebene, hinsichtlich Nähe und Intimität, Zugehörigkeit oder in Transformationsprozessen.

Negative Selbstkonzepte stören beim Gestalten von Beziehungen.


Um die fehlende Einstimmung mit primären Beziehungspersonen zu bewältigen, entwickeln Kinder unbewusste Anpassungsstrategien, die mit inneren (Bedürfnis-)Konflikten einhergehen. Diese Adaptionen beeinflussen nachhaltig und in anhänglicher Form späteres eigenes Erleben sowie die Wahlmöglichkeiten und Gestaltungsräume, wenn Begegnungen mit anderen Menschen im Heute stattfinden und es um Nähe und Distanz geht. Psychobiologische Entwicklungsmodelle wie die Charakterstrukturen von Sigmund Freud, Milton Erikson und Alexander Lowen sowie das NeuroAffektive Beziehungsmodell (NARM®) von Larry Heller helfen beim orientierenden Beleuchten solcher Prägungsmuster.



Chronische Scham blockiert genussvolle Sinnlichkeit in 
Liebesbeziehungen


Die Inhalte und der Aufbau der Fortbildung richten sich an all jene Therapeut*innen, die ihr Verständnis, ihre Haltung und Klarheit für diese Dynamiken vertiefen möchten. Teilnehmende Einzelpersonen und Paare ohne therapeutischen Hintergrund haben die Möglichkeit, aus den gewonnenen Einsichten wirksame Werkzeuge zu entwickeln, um Beziehungsdynamiken künftig angemessener und mit mehr Spielraum gestalten zu können.

Thematische Schwerpunkte
Entwicklungspsychologische Perspektiven:

  • Sehnsucht nach und Angst vor Nähe und Verbindung
  • Explizites und implizites Beziehungswissen
  • Negative Selbstkonzepte und deren Einfluss auf Beziehungen
Körper, Sinnlichkeit und Sexualität:
  • Zugang zum eigenen Erleben
  • Chronische Scham
  • Sinnlichkeit, Genuss, Lust und Fülle
Beziehungsdynamiken:
  • Objektifizierende und beziehungsorientierte Perspektiven
  • Intime Beziehungen, Offenheit und Verletzlichkeit
  • Hingabe, Leidenschaft und die Fähigkeit, mit offenem Herzen zu leben
Therapeutische Beziehungen:

  • Liebe, Sexualität und Intimität als dynamische Kräfte für Projektion und
  • Gegenübertragung
  • Herausforderungen in der therapeutischen Praxis

Das Seminar umfasst Vorträge, Demonstrationssitzungen, Selbsterfahrungsübungen sowie Möglichkeiten zur Supervision und zum praktischen Üben. Reflexionen im persönlichen und fachlichen Kontext unterstützen die nachhaltige Integration der Inhalte im jeweiligen Kontext der Teilnehmenden.

Michael Mokrus

Michael Mokrus ist freiberuflich in eigener Praxis tätig und unterrichtet international als Trainer, Dozent und Supervisor verschiedene achtsamkeitsbasierte körper-, psycho- und traumatherapeutische Ansätze für Menschen in therapeutischen Berufen.Ursprünglich aus der von osteopathischer Medizin und dem humanistischen Menschenbild beeinflussten Körperpsychotherapie kommend, lehrt er heute …

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