14. Schweizer Bildungsfestival
Adoleszenz und Sexualität

Daten

Datum: 1. Tag:
13.08.2020   10:30–18:15
2. Tag:
14.08.2020   10:00–18:15
3. Tag:
15.08.2020   10:00–18:15
4. Tag:
16.08.2020   10:00–15:30
Leitung: Dr. Peter A. Levine (USA)
Marianne Bentzen (DK)
Ann-Marlene Henning (DK)
Sprache: Englisch mit Übersetzung ins Deutsche
Kosten: CHF 1'090

Tagespässe: 300 CHF


Ann-Marlene Henning:

„Es ist erstaunlich, wie wenig viele Menschen über Sex wissen.“
Von dieser Erkenntnis her kommend, braucht es für Ann-Helene Henning dringend schon in jungen Jahren einen offenen, bewussten und verständlichen Umgang mit den Themen Intimität und Sexualität. Niemand hat mehr Fragen zum eigenen Körper und zur damit verbundenen eigenen Sexualität als Jugendliche, die gerade erst beginnen, beides zu erkunden. Früh schon ein "erotisches Profil" zu entdecken und entwickeln, die eigene Lust auf natürliche Art kennenzulernen, zu erspüren ob es homo-, hetero- oder bisexuelle Tendenzen gibt, zu erkennen welche Körperteile Stimulationsmomente ermöglichen - dies und noch vieles andere mehr ist für eine selbstbewusste Sexualität schon in der Adoleszenz elementar. Im Verlauf des ersten Tages am diesjährigen Bildungsfestival gibt die Erfolgs-Autorin einen Einblick in wesentliche Aspekte des frühen Kompetenz-Aufbaus in diesem persönlich wie kollektiv sehr bedeutsamen Bereich unserer Existenz. Dieser wichtige Einblick in sexuelle Eigenkompetenz kann durchaus auch für ältere Erwachsene sehr interessant sein, weil viele von ihnen das selber in ihrer Adoleszenz nicht erleben durften.


Marianne Bentzen

Es gibt eine gern benutzte Redewendung: Unser wichtigstes Sex-Organ ist das Gehirn ... Während der Adoleszenz ist das Gehirn in völligem Aufruhr, da es neu aufgebaut wird. Die grosse Frage ist: Wer bin ich, und wohin gehöre ich in dieser Welt? - Gleichzeitig entfaltet sich die Geschlechtsreife und vermischt sich mit so vielen anderen Dingen: Wer bin ich sexuell gesehen? Wie funktioniert meine Sexualität in Bezug auf Gruppenzugehörigkeit, persönlichem Status, Bindungsmustern und Gender-Identität? Wir werden aufzeigen, warum Teenager so schwer zu erreichen sind und wie man die Türen zur Veränderung findet.


Dr. Peter A. Levine:

Junge Menschen lernen in der westlichen Welt leider meist via Internet - und da vor allem via Pornografie. Mädchen und junge Frauen haben dann den verfehlten Glauben, dass sie all diese schrecklichen Dinge machen müssen, damit sie von Jungs gemocht oder geliebt werden. Und die Jungen lernen auf diesem Irrweg - Entschuldigung für diesen Ausdruck - hartes Vögeln, was oft sehr nahe an eine Version von Vergewaltigung herankommt. Nichts von Zärtlichkeit, keine gefühlsmässige Verbindung, nichts von dem, was Intimität und Sexualität so schön und einzigartig machen. Es braucht ein starkes Selbstvertrauen, um dem allem zu widerstehen - deshalb geht es bei diesem Thema letztlich um eine optimale Entwicklung des Kindes, und nicht nur von Pubertierenden oder jungen Erwachsenen. Ein starkes Ich mit gutem Selbstkontakt und sozialen Fähigkeiten baut sich in jungen Jahren bis hinein in die Adoleszenz.

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Dr. Peter A. Levine

Dr. Peter A. Levine hat seit fast 50 Jahren die menschlichen Reaktionen auf Stress und Trauma intensiv studiert und daraus sein Lebenswerk SOMATIC EXPERIENCING (SE) kreiert. Er gilt als weltweit führender Fachmann im Bereich der somatisch ausgerichteten Traumalehre. Er studierte in Berkeley und promovierte in medizinischer Biophysik und in Psychologie. Später war er war Berater für die NASA …

Marianne Bentzen

Marianne Bentzen unterrichtete in ihrem drei Jahrzehnte langen Wirken als eine der weltweit führenden Körperpsychotherapeutinnen viele internationale Trainings – sowohl in Europa wie auch in den USA.Heute hat sie den Fokus ihres Wirkens auf die praktische Anwendung der modernen neuroaffektiven Theorie fokussiert - mit Susan Hart zusammen hat sie das vielbeachtete Buch „Neuroaktive Therapie …

Ann-Marlene Henning

Mit ihrem Buch "Make Love - ein Aufklärungsbuch" wurde Ann-Marlene Henning 2012 im deutschsprachigen Raum bekannt. Die dänische Sexologin und Psychologin bekam danach die Chance als Moderatorin eine TV-Dokumentarfolge zum gleichen Thema zu machen - was ihren Bekanntheitsgrad im deutschsprachigen Raum weiter stark ansteigen liess.
Heute gilt sie als führende Fachstimme im Bereich von Jugend …