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Mai 2020      

09. - 11.

Adoption und frühes Entwicklungstrauma

Stephen Terrell (USA)


750.--

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Für die meisten von uns gehört die Ankunft eines Kindes mit zum Aufregendsten im Leben. Ankommen kann das Kind über eine natürliche Geburt oder durch eine Adoption. In diesem Seminar wollen wir uns dem Thema Entwicklungstrauma und Adoption widmen. Wenn wir uns die Auswirkungen von Entwicklungstraumen auf das Kind und auf das spätere Erwachsenenleben klarmachen, verstehen wir auch besser, was eine Adoption bedeutet und wie sie sich auswirkt.

"Entwicklungstrauma" ist das Fenster, durch das wir uns das Thema Adoption anschauen werden. Aus dieser Warte wird deutlich werden, wie wichtig es ist, eine starke Plattform für die jeweils nachfolgende zu schaffen. Die Arbeit mit Kindern und die Auseinandersetzung mit ihren Bedürfnissen eröffnet auch uns selbst ein grösseres Bewusstsein für unsere eigene Entwicklung und dafür, welchen Einfluss frühe Traumen möglicherweise auf unsere heutige Arbeit haben.

Wir wollen erkennen lernen, wo ein Kind oder ein Erwachsener sich innerhalb des Heilungsparadigmas befindet und wie wir in Übereinstimmung mit der emotionalen Kompetenz bzw. Aufnahmefähigkeit des Klienten /der Klientin eine Interaktion gestalten können. In Anlehnung an die Arbeit von John Bowlby, schauen wir uns als erstes unseren eigenen Bindungsstil an, um zu erkennen, wie wir das therapeutische Ergebnis möglicherweise beeinflussen. Unsere Praxis soll ein sicherer Hafen sein, wo das Kind/der Erwachsene beginnen kann, einen neuen Normalzustand vorzufinden.

Wissen wir, warum uns diese Arbeit anzieht? Die Arbeit mit traumatisierten Erwachsenen und Kindern erfordert viel Vorbereitung und Wissen und sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden. Wir beschäftigen uns mit der Bedeutung der rechten Gehirnhälfte für die Gesundung unserer Patienten. Der Aufbau einer therapeutischen Beziehung mit Kindern und Erwachsenen birgt einige Probleme, die zu frühen Brüchen führen können, wenn man das Verhalten des Klienten ausser Acht lässt.

Der leichteste Zugang zu nonverbalem Trauma ist eine Methode namens Transforming Touch®. Im Kurs werden Techniken vermittelt, wie der Klient über Berührung reguliert werden kann und wie diese Arbeit sprachlich am besten zu vermitteln ist, indem eine „Sprache des Einverständnisses“ (agreement language) anstatt einer „Sprache der Getrenntheit“ (separation language) verwendet wird.

Im Kurs berücksichtigen wir Methoden für die Arbeit mit Eltern, Partnern und Kindern. Jeden Menschen als Kind zu betrachten ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit. Das Ziel sind Regulierung und eine grössere psychische Stabiliät. Ausserdem werden wir uns mit folgenden Themen beschäftigen:
  • Verschiedene Adoptionsformen, ihre Vor- und Nachteile
  • Die Anwendung von Transforming Touch® bei frühen Brüchen im autonomen Nervensystem
  • Wie spricht man in der therapeutischen Arbeit „richtig“ über Adoption?
  • Komplexer werdende Aspekte der polyvagalen Theorie im Heilungsprozess
  • Mit verschiedenen Schichten des Traumas in Kontakt kommen
  • Eine Basis schaffen, auf der der Klient und andere Fachkräfte als Team zusammenarbeiten können
  • Die Emotionen des Adoptierten positiv ansprechen
  • Externer und interner Fokus der Kontrolle
  • Dysregulierung des ANS, Selbstregulierung und gegenseitige Regulierung
  • Selbstfürsorge und die Bedeutung von vorhandener Unterstützung



PDF-Prospekt: Download


Kurssprache: Englisch mit deutscher Übersetzung

Zielgruppe: Interessierte, die beruflich oder privat mit Adoption zu tun haben. Grundwissen über die Biophysiologie eines Traumas ist hilfreich, aber keine obligatorische Voraussetzung.

Kosten: CHF 750.--

Kursdaten, Zeiten und Ort:
09. - 11. Mai 2020
Kurszeiten: 10.00 - 13.00 Uhr und 14.30 - 17.30 Uhr
Kursort: Zwinglistrasse 21, 8004 Zürich

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Kursleitung: Stephen Terrell (USA)

Steve Terrell, Psychologe, ist alleinerziehender Adoptiv-Vater zweier Kinder und lebt und arbeitet in Austin im Bundesstaat Texas. Er ist auf Bindungs- und Entwicklungstrauma-Therapien spezialisiert und hat Berührungsarbeit vollumfänglich in seine Praxis integriert, deren Schwerpunkt die Behandlung von Kindern und Erwachsenen ist, die ein frühes Trauma erlitten. Seine pionierhafte Arbeit mit Adoptivkindern und ihren Familien findet sowohl innerhalb der USA als auch inernational große Anerkennung. Aus- und Weiterbildungen im Neurosequenziellen Entwicklungs-Therapiemodell, der Dyadischen Entwicklungspsychotherapie, Spieltherapie, SOMATIC EXPERIENCING (SE), dem Touch Skills Training für Traumatherapeuten, der Realitätstherapie, Hypnotherapie und EMDR kombinieren sich in seiner therapeutischen Arbeit zu einem einzigartigen Ganzen. Er arbeitet auch mit Ersthelfern // Notfallhelfern und ist in erster Hilfe für Traumatisierte ausgebildet. Zusammen mit Kathy Kain hat er das Buch "Nurturing Resilience" herausgebracht.
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