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Februar 2019      

09.

Inter-Sensorik

Wie unsere Sinne sich gegenseitig unterstützen und miteinander kommunizieren

Marcelo Muniz (BRA)


250.--

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Manifestiert sich ein traumatischer Prozess in einer Person, tritt häufig das Phänomen der Dissoziation auf. Unter Dissoziation kann im Allgemeinen eine Trennung von Körper und Geist/Spirit/Seele verstanden werden. Wenn wir dieses Phänomen unter einem somatischen Gesichtspunkt betrachten, so können wir verschiedene Ebenen der Dissoziation beschreiben. Ein häufig erkennbares Muster dabei ist eine Dissoziation der Sinne: die Art und Weise, wie Information durch die Sinne aufgenommen und verarbeitet wird, ist verändert, inhibiert oder gar blockiert. Dadurch verändert sich nicht nur die Wahrnehmung der umgebenden Umwelt, sondern auch die Selbstwahrnehmung kann substantiell eingeschränkt werden.

Ein ganz ähnliches Phänomen zeigt sich, wenn ein Mensch in seinen Ausdruckmöglichkeiten eingeschränkt ist. Seine Intersensorik verändert sich, was die Beziehung zwischen innerem und äusserem Raum beeinflusst und zu einer Dissoziation führen kann. Es werden jedoch auf alle Fälle die gleichen einschränkenden Muster im autonomen Nervensystem aktiviert.

"Intersensorik“ bedeutet, dass die Sinne systemisch funktionieren, sie sind immer miteinander vernetzt und bilden gemeinsam ein Wahrnehmungssystem. Blockaden können sowohl in der Ausrichtung eines einzelnen Sinnes auftreten als auch in den Beziehung zwischen den Sinnen. Ein häufiges Dissoziationsmuster tritt zwischen den proximalen Sinnen (riechen, schmecken, berühren) und den distalen Sinnen (hören und sehen) auf.

Ein gesunder Mensch verfügt über diese Intersensorik, in der die Sinne einander unterstützen, miteinander kommunizieren und sich in ihrer Informationssammlung aus der Umgebung ergänzen. Durch diese integrierte Wahrnehmung erschaffen sie in jedem Moment Möglichkeiten der Autoregulation, der Individuation und des Selbst-Ausdrucks.

In diesem Tageskurs werden wir unsere Intersensorik in ihren vielfältigen Funktionen kennenlernen und erleben, wie stark sie räumliche Orientierung und Autoregulation beeinflusst.



Kurssprache: Englisch mit deutscher Übersetzung

Kosten: CHF 250.--

Kursdaten, Zeiten und Ort:
09. Februar 2019 (Samstag)
Kurszeiten: 10.00 - 13.00 Uhr und 15.00 - 17.30 Uhr
Kursort: Polarity Bildungszentrum, Zwinglistrasse 21, 8004 Zürich

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Kursleitung: Marcelo Muniz (BRA)

Marcelo Muniz ist seit 25 Jahren als versierter Rolfer und Bewegungslehrer tätig. Er ist in den USA Mitglied der Rolf Faculty und unterrichtet Rolfing in Brasilien. Daneben ist er Craniosakral-Therapeut und praktiziert Somatic Experiencing. Er hat sich in den letzten 10 Jahren in Brasilien und Deutschland bei Hubert Godard fortgebildet. Diese Fortbildungen haben seinen Arbeitsansatz als somatisch orientierter Anwender und Dozent beträchtlich beeinflusst. Hubert Godard ist ein hochkarätiger französischer Rolfing-Movement-Lehrer. Abgesehen davon ist er ein Tanzdozent von der Université Paris 8, ein bekannter Forscher auf dem Gebiet der Bewegung sowie der Schöpfer der Theorie zur Funktionsweise der so genannten tonischen Aktivität, die auf der ganzen Welt als Grundlage der Vermittlung von Struktureller Integration und Rolfing Movement dient. Bei seinen neuesten, stärker innovativen Untersuchungen brachte Hubert Godard die Integration des Haptischen Systems und der Funktionsweise der tonischen Aktivität in das Feld der Somatic Education ein, die gemeinsam zu den Grundlagen der Soma-Embodiment-Arbeit gehören. Marcelo Muniz ist gemeinsam mit Sonia Gomes Urheber der Soma-Embodiment-Methode. Die Qualität seiner Präsenz und seine emotionalen Fähigkeiten ermöglichen tiefgehende und gleichzeitig elegante Lernprozesse. Marcelo Muniz lehrt die Soma-Methode seit 2011 in Brasilien, der Schweiz und Österreich. Als Rolfing- und Bewegungslehrer sowie SE-Practitioner integriert er fundamentale Elemente unserer Organisation bezüglich des Schwerkraftfeldes in den Kontext der Traumaheilung, um hierdurch eine angemessene Antwort des autonomen Nervensystems zu stabilisieren und zu verstärken. Marcelo beschäftigt sich leidenschaftlich damit, in unserem Jetzt Türen zu neuen emotionalen Reaktionen zu öffnen – Reaktionen, die uns künftig erlauben werden, in unsere eigene Kraft zu kommen. Möglich wird dies durch eine bessere Qualität der Verkörperung sowie eine veränderte Wahrnehmung von uns selbst und anderen.
Aus- und Weiterbildungen mit Marcelo Muniz


 
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