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September 2017      

30. - 01.10.

Trauma-sensitives Yoga

Sanfte Heilung durch körperorientierte Traumatherapie

Dagmar Härle (D)


480.--

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Wenn ein Mensch traumatische Erfahrungen gemacht hat, kann es eine grosse Herausforderung darstellen, im Körper zu „bleiben", da unkontrollierbare Erinnerungen unbeherrschbare Körperreaktionen auslösen. Diese können so beängstigend sein, so dass er sich von Ihrem körperlichen Erleben abspalten, das heisst, dass sich ein Gefühl der Taubheit oder Nichtexistenz von Körperteilen, ganzen Körperregionen oder des gesamten Körpers einstellt. Der Körper ist kein sicherer Ort! Eine teilweise oder vollständige Dissoziation vom körperlichen Erleben macht es dem Betroffenen sowohl im Alltag wie auch in der Therapie schwer, den Körper als Ressource zur Selbstberuhigung und Affektregulation zu nutzen. Diese Menschen brauchen eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Form der körperorientierten Begleitung, um ihren Körper wieder als sicheren Ort wahrnehmen zu können. Es empfiehlt es sich daher, die Annäherung an Körperempfindungen auf sanfte Weise zu gestalten.

Traumasensitives Yoga (TSY) ist eine körper- und bewegungszentrierte Methode, welche am Traumacenter Brookline von Bessel van der Kolk, David Emerson und seinem Team für den Unterricht von TSY-Gruppen entwickelt wurde. Die Methode ist inzwischen fester Bestandteil der Traumatherapie am Traumacenter und beruht auf den neuesten Erkenntnissen der Traumaforschung und Bindungstheorie. Dagmar Härle hat die Methode weiterentwickelt, so dass sie neben dem Unterrichten von TSY auch in der Einzeltherapie für die Prozessbegleitung nutzbar ist. Im traumasensitiven Yoga üben wir gemeinsam mit dem Klienten Haltungen (Asanas) und Atemkontrolle (Pranayama), was vor allem dem Bewältigen des traumatischen Stresses Rechnung trägt. Es geht weder um Sport noch um Leistung, der Fokus liegt im Training von achtsamem Wahrnehmen körperlicher Empfindungen, die Betroffenen dabei unterstützen, emotionale und körperliche Reaktionen beobachten zu können, ohne von ihnen überschwemmt und überwältigt zu werden. Der "bottom-up" Ansatz geht davon aus, dass wir über den Körper posttraumatische Symptome verändern können und nicht nur "top-down" über verändertes Denken und kognitive Prozesse. Mit TSY eröffnen wir einen Übergangsraum, in dem ausprobiert und erforscht werden darf, in dem es kein richtig oder falsch gibt. Die achtsame und behutsame Yogapraxis des traumasensitiven Yoga hilft den Klienten, ihr Körpergewahrsein wieder zu gewinnen, im Hier und Jetzt zu sein und zu beobachten und ohne zu reagieren. Dies sind Grundvoraussetzungen, um sich den traumatischen Erinnerungen stellen zu können.

"Out beyond ideas of wrongdoing and rightdoing there is a field. I`ll meet you there." (Rumi)

Das zweitägige Training beruht auf dem von Dagmar Härle verfassten Grundlagenbuch „Körperorientierte Traumatherapie – Sanfte Heilung mit traumasensitivem Yoga“, erschienen im Junfermann Verlag. Sie lernen die TSY-Tools kennen, erfahren, wie Sie die Anleitungen so formulieren, dass Sie Wahlmöglichkeiten, Sicherheit und Kontrolle vermitteln. Sie erarbeiten sich einen „interozeptiven" Sprachgebrauch, der dem Klienten hilft, im Hier und Jetzt zu bleiben und seinen Körper auf sichere Weise zu spüren. Wir üben eine Fülle von Yogahaltungen auf dem Stuhl, Atemübungen und Achtsamkeit, so dass Sie Ihr Vorgehen auf die räumlichen Gegebenheiten wie auch die Bedürfnisse des Gegenübers abstimmen können. Sie eignen sich an, wie Sie mit Ihren Klienten/Schülern ein persönliches Programm erarbeiten.

Vorkenntnisse im Yoga sind für die Teilnahme an diesem Kurs nicht erforderlich.


Kurssprache: Deutsch

Kosten: CHF 480.--

Kursdaten, Zeiten und Ort:
30. September - 01. Oktober 2017
: Kurseziten: 10.00 - 13.00 Uhr und 14.30 - 17.30 Uhr
Kursort: Zürich

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Kursleitung: Dagmar Härle (D)

Dagmar Härle arbeitet seit über 25 Jahren als Coach, Gesprächstherapeutin und Beraterin für Firmen und Privatpersonen. Nach ihrem SE- und EMDR-Training absolvierte sie das Masterstudium in Psychotraumatologie an der Universität in Zürich. Als Yogalehrerin unterrichtet sie seit 10 Jahren Yoga. Bereits während des Masterstudiums begann sie, in ihrer eigenen Praxis Yoga in die Traumatherapie einfliessen zu lassen. Sie implementierte Elemente aus dem Yoga bei ihren Patienten in der Einzeltherapie und bot sensitive Yoga-Gruppen an. Die vertiefende Weiterbildung zum cert. TCTSY-Facilitator (TC steht für Traumacenter) bestätigte sie, diesen Weg weiterzugehen und ihr Wissen aus der Psychotraumatologie, SE und Yoga in ihrem Buch zu veröffentlichen. Sie unterhält in Basel eine Praxis für körperorientierte Traumatherapie und bietet Weiterbildungen in TSY an.
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