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März 2017      

31. - 02.04.

Das Innenohr

Schlüsselfaktor für Selbstregulation und Homöostase

Marcelo Muniz (BRA)


750.--

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Exterozeption und Interozeption führen einen ständigen Dialog. Aus diesem Austausch entsteht die Stimulation der inneren Organe, des Bewegungsapparats und der Sinnesorgane. Alles zusammen bewegt den Körper als Ganzes in Raum und Zeit. Die Wahrnehmung im Aussen und jene in unserem Innern kommunizieren ständig, wenn wir bewusst und aufmerksam hinhorchen.

Exterozeption und Interozeption wirken als System ständiger Rück- und Vorwärtskoppelung. Die gemeinsame Sprache zwischen ihnen kreiert unseren Lebensraum. Wir können dabei auch von einem Dialog zwischen dem inneren und dem äusseren Raum sprechen.

Der innere Raum definiert den Körper als Territorium; der äussere Raum schafft Perspektiven, sodass der Körper in der Welt agieren kann. Sie sind gegenseitig voneinander abhängig.

Homöostase und Selbstregulation des Autonomen Nervensystems hängen vom Gleichgewicht und der dynamischen Stabilität ab, die aus diesen Interaktionen hervorgehen. Propriozeption, Kinästhetik, Verkörperung und Präsenz sind dabei zentrale Aspekte.

Balance und Stabilität sind nur möglich, wenn es Orientierung gibt. Eine der fundamentalen Formen von Orientierung ist die Beziehung zur Schwerkraft. Das Innenohr hat nicht nur mit unserer Fähigkeit zu tun, eine aufrechte Haltung beizubehalten, sondern ist auch mit der Funktion sämtlicher Sinnesorgane und allen viszeralen Abläufe verknüpft. Eine Blockade in der korrekten Funktionsweise des Innenohrs wirkt sich auf die gesamte Körperorganisation und Stabilität aus.

Das Innenohr kann gezielt unterstützt werden. Wertvoll sind dafür das Verstehen seiner Funktionsweise sowie forschende Übungen, die Berührung, Bewegung, Sensorialität und Wahrnehmung integrieren.

Mittels diesem therapeutischen Forschen kann die Fähigkeit zur Selbstregulation und zur Erhöhung der Balance geschult und darauf aufbauend das Gefühl der Orientierung und die Vergrösserung der dynamischen Stabilisierung angestrebt werden. In Übereinstimmung mit allen Ansätzen, die für SE-Practitioner entwickelt wurden, lernen wir so bewusst und in eine neue Tiefe.

Dieser Kurs wird auch als Intro für das SOMA Training anerkannt.



Kurssprache: Englisch mit deutscher Übersetzung

Zielgruppe: Körper- und SE-TherapeutInnen

Kosten: CHF 750.--

Kursdaten, Zeiten und Ort:
31. März - 02. April 2017
Zeiten: 10.00 - 13.00 Uhr und 14.30 - 17.30 Uhr
Ort: Zwinglistrasse 21, 8004 Zürich

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Kursleitung: Marcelo Muniz (BRA)

Marcelo Muniz ist seit 25 Jahren als versierter Rolfer und Bewegungslehrer tätig. Er ist in den USA Mitglied der Rolf Faculty und unterrichtet Rolfing in Brasilien. Daneben ist er Craniosakral-Therapeut und praktiziert Somatic Experiencing. Er hat sich in den letzten 10 Jahren in Brasilien und Deutschland bei Hubert Godard fortgebildet. Diese Fortbildungen haben seinen Arbeitsansatz als somatisch orientierter Anwender und Dozent beträchtlich beeinflusst. Hubert Godard ist ein hochkarätiger französischer Rolfing-Movement-Lehrer. Abgesehen davon ist er ein Tanzdozent von der Université Paris 8, ein bekannter Forscher auf dem Gebiet der Bewegung sowie der Schöpfer der Theorie zur Funktionsweise der so genannten tonischen Aktivität, die auf der ganzen Welt als Grundlage der Vermittlung von Struktureller Integration und Rolfing Movement dient. Bei seinen neuesten, stärker innovativen Untersuchungen brachte Hubert Godard die Integration des Haptischen Systems und der Funktionsweise der tonischen Aktivität in das Feld der Somatic Education ein, die gemeinsam zu den Grundlagen der Soma-Embodiment-Arbeit gehören. Marcelo Muniz ist gemeinsam mit Sonia Gomes Urheber der Soma-Embodiment-Methode. Die Qualität seiner Präsenz und seine emotionalen Fähigkeiten ermöglichen tiefgehende und gleichzeitig elegante Lernprozesse. Marcelo Muniz lehrt die Soma-Methode seit 2011 in Brasilien, der Schweiz und Österreich. Als Rolfing- und Bewegungslehrer sowie SE-Practitioner integriert er fundamentale Elemente unserer Organisation bezüglich des Schwerkraftfeldes in den Kontext der Traumaheilung, um hierdurch eine angemessene Antwort des autonomen Nervensystems zu stabilisieren und zu verstärken. Marcelo beschäftigt sich leidenschaftlich damit, in unserem Jetzt Türen zu neuen emotionalen Reaktionen zu öffnen – Reaktionen, die uns künftig erlauben werden, in unsere eigene Kraft zu kommen. Möglich wird dies durch eine bessere Qualität der Verkörperung sowie eine veränderte Wahrnehmung von uns selbst und anderen.
Aus- und Weiterbildungen mit Marcelo Muniz


 
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