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Juni 2017      

15. - 18.

Integrale Somatische Psychologie (ISP)

Teil 2 und 3 des Meisterkurses von Raja Selvam
Die Einbeziehung von Körper, Energie und Bewusstsein in psychologische Prozesse

Dr. Raja Selvam (USA)


2000.--

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Alle Facetten menschlichen Erlebens (unser Denken, Fühlen, Erinnern, Vorstellen, Kontaktaufnahme, unser verbaler und nonverbaler Selbstausdruck und unser Handeln) basieren auf unseren drei Körpern (dem physischen, dem feinstofflichen und dem absoluten) und ihrer Interaktion miteinander. Die alleinige Betonung des Gehirns (und in geringerem Umfang auch des Körpers) als A und O unserer Erfahrungen war zwar wichtig und wertvoll. Aber sie bedeutete auch eine massive Einschränkung des Verständnishorizonts der Psychologie. Sie verkannte, dass es weitaus mehr Schauplätze gibt, an denen menschliche Erfahrungen entstehen und stattfinden und verschenkte damit Möglichkeiten, Menschen in Not zu helfen. Unabhängig von unserem psychotherapeutischen Hintergrund und unserem praktischen Ansatz können wir unseren Klienten bei kognitiven, emotionalen, Verhaltens- oder auch somatischen und spirituellen Problemen besser helfen, wenn wir wissen:
  • inwiefern das Zusammenspiel des physischen, des feinstofflichen und des absoluten Körpers Ausgangspunkt für all unsere Erfahrungen ist;
  • wie die Regulierung dieser drei Ebenen aus dem Tritt gerät, wenn wir Schwieriges erleben und so lebenswichtige Vorgänge in uns zum Erliegen bringt;
  • was geschehen muss, um mehr Öffnung, Zugänglichkeit, Regulation und Balance im Hinblick auf die drei Ebenen herzustellen und ihre Beziehungen untereinander zu verbessern.

Die Integrale Somatische Psychotherapie (ISP) ist ein integratives Modell, das bestrebt ist, allen Modellen ihre Daseinsberechtigung zuzugestehen. Sie gibt allen aus der klinischen Praxis, so unterschiedlich ihr Hintergrund auch sein mag, ein Meta-Modell an die Hand, das hilft, die drei Ebenen unserer Psyche – physischer Körper (Körper), feinstofflicher Körper (Energie) und absoluter Körper (Bewusstsein) besser zu verstehen und in die eigene Praxis zu integrieren, um so die Effizienz unserer Behandlungen signifikant zu erhöhen. In der Weiterbildung wird der Wert von ISP, das auf der Psychologie des Westens wie auch des Ostens aufbaut, schwerpunktmäßig anhand von Themen aufgezeigt, die derzeit stark im Brennpunkt des klinischen Interesses stehen: Bindung, Affektregulierung, Stress und Traumen. Es handelt sich um eine Weiterbildung für erfahrene klinische Praktiker, die ihre Arbeit dadurch bereichern möchten, sich näher mit den drei Dimensionen Körper, Energie und Bewusstsein/Gewahrsein zu befassen.

Links
Hier ist ein Link zu einem Audio-File, unter dem man sich ein einstündiges Webinar mit Raja Selvam herunterladen kann: Download Webinar

Gespräche mit Raja Selvam, PhD, über Integrale Somatische Psychotherapie (ISP) Somatic Perspectives (PDF)

Kursinhalt (PDF) | Lernziele (PDF)

Es ist möglich, das ISP Training mit Modul 2 und 3 zu beginnen und Modul 1 mit dem folgenden Training nachzuholen. Eine Anmeldung ab Modul 2 ist nur für drei Teile möglich. (Kursgebühr: pro Modul 1000 CHF). Das nächste Modul 1 findet vom 9. - 12. November 2018 statt.
Für TeilnehmerInnen, die ab Modul 2 einsteigen, ist es möglich, den Teil 1 vorab auf Video anzuschauen (Kosten 100 CHF) und/oder Supervisions-Sitzungen bei ISP Therapeutinnen zu nehmen. Dies ist enorm empfehlenswert, aber keine Bedingung für den Einstieg.


Stimme einer Teilnehmerin:
Seit 2005 bin ich zertifizierte SE Anwenderin. Von 2014 bis 2015 besuchte ich das ISP-Seminar (Integral Somatic Psychology) von Dr. Raja Selvam. Seither hat sich ISP für meine Arbeit mit Klienten als reicher Schatz entwickelt. Der Umgang mit schwierigen Gefühlen wie Angst, Trauer und Schmerz etc. hat viel mehr an Containment und Tiefe gewonnen.
Auch für meinen eigenen Prozess hat ISP mir sehr geholfen.So konnte ich während einer schweren Grippeerkrankung mit Herzbeschwerden meine Angst durch ISP selbst regulieren. Ich bin sehr dankbar, dass ich ISP anwenden kann und empfehle es allen Therapeuten, die ihre Patienten auch in tiefe existenzielle Bereiche begleiten wollen. Mein Dank gilt auch Dr. Raja Selvam.
Dr. med Johanna Krichbaum



Kurssprache: Englisch mit deutscher Übersetzung

Zielgruppe: Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der/die BewerberIn aktiv Psychotherapie, Körperarbeit, Energiearbeit oder pädagogische Arbeit mit Einzelnen oder Gruppen betreibt und dass diese Tätigkeit auch eine psychologische Aufarbeitung umfasst. Zudem wird ein adäquater somatischer Hintergrund vorausgesetzt, etwa der Abschluss des Advanced Levels von Somatic Experiencing® (SE) oder einer vergleichbaren Ausbildung bzw. entsprechende Vorkenntnisse in Sachen Körper.

Bemerkungen: Bitte bei Anmeldung den eigenen psychotherapeutischen Hintergrund benennen.

Kosten: CHF 2000.-- für zwei Kursblöcke

Kursdaten, Zeiten und Ort:
15. - 18. Juni 2017 (Modul II)
06. - 09. Oktober 2017 (Modul III)
Zeiten: 10.00 - 13.00 Uhr und 14.30 - 17.30 Uhr
Ort: 8004 Zürich, Zwinglistrasse 21

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Kursleitung: Dr. Raja Selvam (USA)

Dr. Raja Selvam ist einer der weltweit erfahrensten Trainer in Somatic Expericing (SE) und Fakultätsmitglied am Santa Barbara Graduate Institute. Er unterrichtet in Amerika, England, Frankreich, Deutschland, Holland, Belgien, Dänemark, Italien, Israel, Indien, Hongkong, China, Brasilien und der Schweiz. Sein zunehmend eklektischer Zugang bezieht ausserdem Informationen aus der Körperarbeit (Posturale Integration und Biodynamische Craniosacrale Therapie), den körperpsychotherapeutischen Ansätzen der Bioenergetik und der Bodynamischen Analyse, Jungianischer und anderen Archetypischen Psychologien, den psychoanalytischen Schulen der Objektbeziehungen und der Inter-Subjektivität, dem Somatic Experiencing (SE), den Affektiven Neurowissenschaften und dem Advaita Vedanta, einer spirituellen Tradition Indiens, mit ein.

Er schrieb in seiner zweiten Dissertation (in Klinischer Psycholgie) eine Arbeit über das Zusammenspiel von Advaita Vedanta und Jungianischer Psychologie. Im September 2008 erschien in der amerikanischen Fachzeitschrift "Traumatology" ein Artikel über die Behandlung indischer Tsunami-Opfer von Traumafolgestörungen. In dieser Studie wurde bei fast 90 Prozent der behandelten Überlebenden eine signifikante Verbesserung bei den anfänglich präsentierten Symptomen nachgewiesen. Es gab auch keine Indikationen für eine Posttraumatische Belastungsstörung bei einer Nachkontrolle acht Monate nach dem traumatischen Ereignis. Zwei Folgestudien unter Tsunami Überlebenden mit Kontrollgruppen liegen beim Nationalen Institut für Mentale Gesundheit und Neurowissenschaften (NIMHANS) in Bangalore (Indien) vor und werden mit ebenso positiven Resultaten in naher Zukunft auch in Fachzeitschriften publiziert.
Aus- und Weiterbildungen mit Dr. Raja Selvam


 
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